Die Bücher der literarischen Runde



09.12.2012

V. S. Naipaul: Wahlkampf auf karibisch

Um in Elvira Wählerstimmen zu gewinnen wird alles eingesetzt: Rum und Aberglaube, eindrucksvolle Rhetorik und mit feierlicher Miene präsentierte Lausbubenstreiche. Die Hindu-, Moslem- und schwarzen Wähler werden immer ratloser. Größer noch wird ihre Verwirrung, als plötzlich zwei weibliche Zeugen Jehovas auf roten Fahrrädern in ihrer Mitte auftauchen

14.10.2012

Yasushi Inoue: Der Tod des Teemeisters

Japan im Zeitalter der Samurai. Auf Befehl des Kriegsherrn Hideyoshi begeht der berühmte Teemeister Sen no Rikyu Selbstmord. Sein Schüler, der Mönch Honkaku, forscht nach den Gründen für den geheimnisumwitterten Tod und deckt Intrigen und geheime Machenschaften auf.

09.09.2012

Eric Emmanuel Schmitt: Als ich ein Kunstwerk war

Mit einem Sprung in die Tiefe will der junge Tazio Firelli seiner verhassten Existenz ein Ende bereiten. Doch ein verlockendes Angebot des geheimnisumwitterten Künstlers Zeus-Peter Lama, der ihm Schönheit, Ruhm und Einmaligkeit verspricht, ist Rettung in letzter Minute. Allerdings um den Preis, dass er sich ihm mit Leib und Seele ausliefert. Mit Hilfe des Chirurgen Dr. Fichet soll aus Tazio ein unverwechselbares Kunstwerk werden: die Statue »Adam zwei «, ein schillerndes Ausstellungsobjekt, das weltweit Begeisterungsstürme auslöst.

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15.07.2012

Wolfgang Herrndorf: Tschick

Zwei Jungs. Ein geknackter Lada. Eine Reise voller Umwege durch ein unbekanntes Deutschland.
Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Assi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine unvergessliche Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz.

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13.05.2012

Marc Auge: Tagebuch eines Obdachlosen

Marc Augé beschreibt in diesem fiktiven Tagebuch fünf Monate im Leben eines "modernen Obdachlosen". Aufgrund der Zwänge moderner Arbeitsverhältnisse und steigender Mietpreise wächst in Großstädten eine Masse von neuen Heimatlosen heran, die sich, obwohl sie durchaus Geld haben, keine festen Wohnsitze mehr leisten können (oder wollen). Sie müssen mobil und flexibel sein, nehmen befristete Jobs für zu wenig Geld an und übernachten bei Freunden auf der Couch oder in ihrem Auto. Der Tagebuchschreiber bildet sich zwar ein, seine bisherige mentale Verfassung aufrechterhalten zu können, der Leser merkt aber schnell, dass mit dem Verlust der festen Behausung auch eine schleichende Erosion von Orientierung, Identität und sozialen Kompetenzen einhergeht.

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11.03.2012

Finn-Ole Heinrich: Räuberhände

Zwei junge Männer sitzen am Flughafen und wissen nicht, wie es weitergehen könnte mit ihrer Freundschaft und ihren Lebenskonzepten. Zuviel ist innerhalb zwei kurzer Wochen passiert, als das man einfach so weiter machen könnte wie bisher. (...) Zusammen wollten sie sich in Istanbul auf die Suche nach einem anderen Leben begeben, einem Leben, freier, selbstbestimmter und unbeschwerter als das bisherige. Dabei lässt ihre Herkunft sie auch in der Ferne nie ganz los: Janiks großzügige, liberale Eltern, die Samuel ohne Aufhebens bei sich aufgenommen haben und soviel richtig machen, dass es beinah unerträglich ist; Samuels Mutter Irene, die Pennerin, die dennoch voller Stolz auf ihren Sohn blicken kann. In Istanbul hofft Samuel, mit Janiks Hilfe seinen unbekannten Vater zu finden. Doch ist eine unbeschwerte Reise nach allem, was geschehen ist, überhaupt noch möglich?


04.12.2011

Peter Handke: Immer noch Sturm

Ein Panorama, das weit über alle literarischen Genres hinausreicht und sie sich zugleich anverwandelt. Hier durchdringen sich Prosa und Drama, Theatralisches und Poetisches, Geschichtliches und Persönliches. Das Jaunfeld, im Süden Österreichs, in Kärnten: Dort versammeln sich um ein »Ich« dessen Vorfahren: die Großeltern und deren Kinder, unter ihnen die eigene Mutter. Gestaltet Peter Handke eine beispielhafte Familientragödie in Szenen? Erzählt er anhand einzelner Stationen das Epos eines Volkes, der Slowenen? Entwirft er das Geschichtsdrama der ewigen Verlierer? Oder wendet er sich, erzählend-dramatisch, zurück zur eigenen Biographie, deren Voraussetzungen und Folgen?